Januar bis April

Januar: Wir machen weiter! – Leichter gesagt, als getan. Das neue Jahr beginnt mit einer Enttäuschung: Aufgrund der speziell in Gransee herrschenden „arktischen“ Temperaturen, muss unser erster Arbeitstag ausfallen. Sobald es die Witterung zulässt, werden die Arbeiten wieder aufgenommen. Gerd und Helmut ergänzen das zusätzliche Stumpfgleis in „Krahnheim-Süd IIm“. Anschließend wenden sie sich wieder der „äußeren Süd-Kurve“ der Regelspurtrasse zu. Gleise werden verlegt und die letzte Lücke geschlossen, während ich mit Wolfgangs Unterstützung das Stellpult von „Müllerburg“ an die geänderte Situation anpasse und Strippen ziehe. Trotz anhaltender frostiger Temperaturen in unserer Halle widmet sich Gerd im beheizten Aufenthaltsraum der Gleisherstellung für die Erweiterung der Schmalspurstrecke, während Wolfgang und ich uns auf die Suche nach der Ursache geheimnisvoller Kurzschlüsse zwischen „Müllerburg“ und „Krahnheim“ begeben, die noch vor Monatsende erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Februar: Das kann ja heiter werden. Auch der Februar startet mit Minusgraden und Schneefall und bremst unsere Aktivitäten aus. In der zweiten Woche ist Petrus uns gnädig gestimmt, und die Arbeiten an der Schmalspurtrasse können fortgesetzt werden. Gerd und Helmut sorgen – trotz klammer Finger und kalter Füße – unermüdlich für sichtbare Fortschritte bei der Gleisverlegung. Dank sei an dieser Stelle ausdrücklich auch allen Mitgliedern gesagt, die durch Mitwirkung an der Materialbeschaffung sowie an der Gleisherstellung dazu beigetragen haben, dass bis zum Monatsende sämtliche Gleise verlegt und letzte Lücken in der „Süd-Kurve IIm“ geschlossen werden können.

März: Der Monat ist geprägt von Arbeiten an der Fahrstromversorgung der neu hinzu gekommenen Bereiche unserer Modellbahnanlage, die im wesentlichen von Gerd  und mir ausgeführt werden. Helmut schlägt sich mit der Beseitigung der „Stolperfalle“ im Bereich des Stellpults „Krahnheim“ herum. Außerdem ist er mit Justier- und anderen Feinarbeiten an den Brückenbauwerken ausgelastet. Bernd führt erste „Pflasterarbeiten“ an der künftigen Zufahrtsstraße zur Laderampe des Güterbereichs von „Krahnheim“ aus. Der Schattenbahnhof von „Müllerburg“ erhält mit Wolfgangs Unterstützung seinen Kippschutz – angepasst an die geänderten Verhältnisse – zurück. Gerd stellt die Erweiterungsmodule der Stellpulte „Krahnheim“ sowie „Krahnheim IIm“ für die Abbildung und Bedienung der erweiterten Streckenverläufe her. Es folgt das unvermeidliche „Strippenziehen“ (Installation der Steuerleitungen für die Rückmeldung der Fahrstromzuordnung der Steigungsstrecke sowie der Sicherung der Brücken und sonstigen Klappvorrichtungen).

April: Gleich zu Beginn des Monats können wir die Arbeiten an der Fahrstromversorgung unserer Modellbahnanlage erfolgreich abschließen. Die im Rahmen der Erweiterung hinzu gekommenen Weichen sind angeschlossen, und sämtliche Kontroll-Leuchten der installierten Rückmeldeanlage funktionieren ordnungsgemäß. Gegen Ende des Monats sind die letzten Gleislücken geschlossen. Erste Testfahrten auf den neu entstandenen Ovalstrecken verlaufen – sowohl im Schmalspur- als auch im Regelspurbereich – zufriedenstellend. Unsere Tätigkeiten in den kommenden Monaten werden sich vor allem auf Landschaftsgestaltung sowie Installation einer gesonderten, zentralen Spannungsversorgung für Beleuchtungsartikel (Gebäude, Bahnhofsleuchten, Staßenlaternen etc.) konzentrieren.

Mai bis August

Mai: Der Start in den Monat Mai gestaltet sich durchwachsen, zum einen, weil die erhofften frühlingshaften Temperaturen auf sich warten lassen, zum anderen, weil u.a. Störungen der Fahrstromversorgung die geplanten Aktivitäten im Landschaftsbau ausbremsen. Gerd und Helmut stellen im Bereich der Drehscheibe von „Müllerburg“ ein zusätzliches Modul her, das das Aufgleisen von empfindlichen Schmalspur-Lokomotiven erleichtern soll. Langsam, aber stetig geht es voran. Helmut stellt die Brücke zur Schüttgutanlage von „Krahnheim“ wieder her. Gerd kümmert sich um die Tunnelröhre an der Ausfahrt von „Müllerburg“ und mir gelingt es, die Schranke wieder zum Funktionieren zu überreden. Um einen Eindruck von den Größenverhältnissen des künftigen „Festungsberges“ innerhalb der Steigungsstrecke zu vermitteln, türmen unsere beiden Helden diverse Styroporelemente auf einander. Helmut setzt seine Arbeiten an der Zufahrtsstraße von „Krahnheim IIm“ zur Regelspur-Laderampe fort. Zur Sicherung der Kreuzung von Straße und Gleisen wird diese mit Schrankenbäumen ausgestattet, und auch das Schotterwerk von „Müllerburg“ kehrt auf seinen angestammten Platz zurück.

Juni: Während Gerd unermüdlich bisher unbehandelte Gleise einschottert, gibt Helmut dem Bahnsteig von „Hermsdorf“ seine Überdachung zurück. Walter Arlt ist mit der Beseitigung von Umzugsschäden im Bereich „Günthersberge“ beschäftigt, und unser Freund Thomas Scheibe trägt zur Landschaftsgestaltung rund um die Gleisanlagen von „Krahnheim“ bei. Highlight des Monats dürfte jedoch der Besuch von Gunter Estel mit der von ihm detailreich hergestellten Tenderlok der BR 93 gewesen sein – eine Augenweide für jeden Modellbahnfan.

Juli: Der Monat Juli beginnt mit allgemeinen Aufräumarbeiten. Anschließend werden verschiedene Anlagenbereiche – zunächst das Bahnhofsviertel von „Müllerburg“ – durch das Aufstellen diverser Kfz und die Ausstattung mit zahlreichen „Menschlein“ weiter belebt. Gerd und Helmut nehmen die Herstellung der geplanten Straßenüberführung, welche die (gedachte) Fortsetzung der Brücke über die Gleise von „Krahnheim“ darstellen soll, in Angriff. Zu unserem Leidwesen werden unsere Fortschritte durch die gelegentliche Feststellung elektrischer, aber auch mechanischer Probleme ausgebremst, deren Beseitigung im Interesse einer einwandfreien Funktion unserer Anlage stets Vorrang eingeräumt wird. Das Monatsende gestaltet sich glücklicherweise versöhnlich. Die neue Überführung erhält ihren Farbanstrich, Helmut gibt dem Ringlokschuppen des Regelspur-Bw’s durch den Einbau filigraner Torflügel ein völlig neues Aussehen und Bahnsteig, Empfangsgebäude sowie WC-Häuschen von „Günthersberge“ erstrahlen nach erfolgreicher Verkabelung im neuen „alten“ Glanz.